TCM-Schmerztherapie mit Cannabinoiden Wie die traditionelle chinesische Medizin Schmerzen ohne Rausch behandelte – und warum das heute für Senioren entscheidend ist
TCM-Schmerztherapie mit Cannabinoiden
Wie die traditionelle chinesische Medizin Schmerzen ohne Rausch behandelte – und warum das heute für Senioren entscheidend ist
Wenn heute über Cannabis gesprochen wird, dominiert häufig die Diskussion um THC und Rausch. In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) stand jedoch etwas völlig anderes im Mittelpunkt:

Regulation statt Rausch. Stabilisierung statt Betäubung.
Gerade für ältere Menschen mit chronischen Schmerzen ist dieser Unterschied entscheidend.
Cannabis in der TCM: „Ma“ und „Huo Ma Ren“
In der klassischen chinesischen Medizin wurde Cannabis meist als „Ma“ (Hanf) oder als „Huo Ma Ren“ bezeichnet.
Wichtig:
Im Zentrum der medizinischen Anwendung stand nicht die psychoaktive Blüte, sondern die regulierende Pflanzenwirkung in kontrollierter, meist oraler Form.
Im Shennong Bencao Jing – einem der ältesten Arzneibücher der Welt – wurde Cannabis als Heilpflanze eingeordnet, mit klarer Warnung vor Überdosierung.
Bereits dort findet sich der Hinweis, dass zu hohe Mengen den Geist „zerstreuen“ können.
Das bedeutet:
Die antike Medizin unterschied klar zwischen therapeutischer Anwendung und psychotroper Übersteuerung.
Die große Parallele: TCM und Endocannabinoid-System (ECS)
Die TCM beschrieb Schmerz als Störung des Qi-Flusses. Moderne Medizin beschreibt Schmerz als Dysregulation neuronaler und entzündlicher Prozesse.
Beide Systeme sprechen unterschiedliche Sprachen – beschreiben aber erstaunlich ähnliche Prinzipien.
Die Parallele auf einen Blick
| Aspekt | Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) | Moderne Wissenschaft (ECS) |
|---|---|---|
| Ziel | Harmonisierung des Qi-Flusses | Homöostase (Gleichgewicht des Körpers) |
| Methode | Systemische, orale Gabe | Orale Aufnahme (Öle / Tropfen / Kapseln) |
| Wirkung | Klärung des Geistes, Lösung von Blockaden | Neuroprotektion & Entzündungsmodulation |
| Grenze | Warnung vor „Geist-Zerstreuung“ | Vermeidung von THC-Rausch (Psychotoxizität) |
Gerade diese Tabelle macht deutlich:
Die antike Medizin arbeitete nicht gegen den Körper, sondern mit seinen Regulationsmechanismen.
Heute wissen wir, dass das Endocannabinoid-System:
- Schmerz moduliert
- Entzündung beeinflusst
- Schlaf steuert
- Immunreaktionen reguliert
CBD-, CBG- und CBD+ Pflanzen mit extrem niedrigem THC-Gehalt wirken genau in diesem regulativen Rahmen – ohne psychoaktive Übersteuerung.
Senioren im Fokus: Warum dieses Wissen heute besonders wichtig ist
Historisch wurde Cannabis in der TCM besonders bei altersbedingten Beschwerden eingesetzt:
- Gelenksteife
- chronische Schmerzen
- Schlafprobleme
- Verdauungsstörungen
- Schwächezustände
Heute stehen viele ältere Patienten zusätzlich vor einem komplexen Problem: Polypharmazie.
Mehrere Medikamente, potenzielle Wechselwirkungen und Nebenwirkungen erhöhen das Risiko.
Eine sachliche Einordnung dazu findest du hier:
CBD & CBG bei Polypharmazie im Alter – sachlich erklärt
Therapie statt Rausch: Warum orale Anwendung im Zentrum stand
Die TCM nutzte keine inhalative Konsumform. Die Anwendung erfolgte systemisch.
Auch heute gilt:
Für therapeutische Zwecke ist die orale Aufnahme kontrollierbarer als das Rauchen.
Vertiefend dazu:
Therapie statt Qualm – warum Cannabis-Medizin geschluckt wird
Chronische Schmerzen ohne Benommenheit
Ein häufiges Problem klassischer Schmerztherapie ist Benommenheit.
Ein moderner Leitfaden zum Non-Opioid-Management:
Chronische Schmerzen stoppen ohne Benommenheit – Guide 2026
Wissenschaftlicher Hintergrund zu Cannabinoiden
Wer sich fundiert mit Wirkmechanismen beschäftigen möchte, findet hier eine strukturierte Übersicht:
Cannabinoide Leitfaden
Vom historischen Wissen zur heutigen Praxis
- Niedrig dosiert
- Systemisch angewendet
- Extrem niedriger THC-Gehalt
- Besonders geeignet bei chronischen Beschwerden im Alter
Beratung und soziale Verantwortung
Beratung für Betroffene:
Gemeinsam mit der Cannabis Patientenhilfe e.V. setzen wir uns dafür ein, dass dieses Wissen wieder bei den Menschen ankommt, die es am dringendsten benötigen.
Zusätzlich bietet unser Podcast Hintergrundwissen für Schmerzpatienten:
Podcast: Natürlich schmerzfrei leben
Fazit
Die traditionelle chinesische Medizin nutzte Cannabis nicht zur Bewusstseinsveränderung, sondern zur Regulierung.
Dieses Wissen ist kein Lifestyle-Thema. Es ist ein medizinisches Konzept – besonders relevant für ältere Menschen mit chronischen Schmerzen.
Die Verbindung aus:
- historischer TCM-Erfahrung
- moderner ECS-Forschung
- nicht berauschenden Cannabinoid-Pflanzen
schließt eine Lücke, die in der heutigen Schmerztherapie oft übersehen wird.
Häufige Fragen zur TCM-Schmerztherapie mit Cannabinoiden
Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um TCM, Endocannabinoid-System (ECS), CBD, CBG und Schmerztherapie im Alter.
Was ist die TCM-Schmerztherapie mit Cannabis?
Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) nutzte Cannabis als regulative Heilpflanze zur Harmonisierung des Qi-Flusses. Ziel war nicht Rausch, sondern Stabilisierung von Schmerz, Schlaf und innerem Gleichgewicht. Moderne Forschung erklärt diesen Ansatz über das Endocannabinoid-System (ECS), das Schmerz- und Entzündungsprozesse moduliert.
Ist Cannabis in der TCM berauschend eingesetzt worden?
Nein. Historische Quellen wie das Shennong Bencao Jing warnen vor Überdosierung und „Geist-Zerstreuung“. Die Anwendung erfolgte niedrig dosiert und systemisch. Im Zentrum stand Regulation, nicht psychoaktive Wirkung.
Warum ist das Endocannabinoid-System für chronische Schmerzen wichtig?
Das Endocannabinoid-System reguliert Schmerzempfinden, Entzündungsreaktionen, Schlaf und Immunprozesse. Eine Dysregulation kann chronische Schmerzen verstärken. Cannabinoide wie CBD und CBG können unterstützend wirken, indem sie dieses System modulieren – ohne sedierende Wirkung.
Sind CBD- und CBG-Produkte für Senioren geeignet?
CBD-, CBG- und CBD+ Pflanzen mit extrem niedrigem THC-Gehalt wirken nicht berauschend. Gerade für ältere Menschen mit chronischen Schmerzen und Polypharmazie kann ein regulativer Ansatz sinnvoller sein als sedierende Schmerztherapien. Eine individuelle Beratung ist empfehlenswert.
Warum wird orale Anwendung der Inhalation vorgezogen?
Die traditionelle chinesische Medizin bevorzugte systemische Anwendungen. Auch heute gilt die orale Einnahme als kontrollierbarer und besser dosierbar. Für Senioren ist sie schonender als inhalative Konsumformen.
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